von Elia Rediger
für Streichquartett, Bassposaune, Politikerin und Gesang.
3D-Animation: Michael von zur Mühlen
Mit einer musikalischen De-Konstruktion der hasserfüllten Rede von Alice Weidel (AfD Politikerin aus Deutschland) vom 31. Januar 2024.
„Ich kriege rote Ohren vor Scham“ (aus: Req. f. A. Weidel)
Der Künstler Elia Rediger schreibt dazu:
„Dieses Werk ist ein Aufruf, Gutes und Menschenfreundliches zu schaffen, und keineswegs eine Todesdrohung. Kunst und Kultur tragen eine humanistische Verantwortung! Daran glaube ich. Das Requiem ist Teil meiner Reihe hypothetischer Helden- und Antihelden-Tribute, wie zuvor mein Oratorium für Albert Hoffmann und die Oper über den großen afrikanischen Freiheitskämpfer P.E. Lumumba. Requien werden ja üblicherweise nicht zu Lebzeiten komponiert, so soll dieses Werk zum gegenwärtigen Handeln anregen und ermutigen, möglicherweise neue Kurskorrekturen vorzunehmen. Die visuelle Umsetzung, erschaffen durch den Regisseur und Videokünstler Michael von zur Mühlen, verstärkt diese Botschaft eindrucksvoll. Auf die Macht der Kunst! „
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Rediger zusammen mit PODIUM Esslingen will mit diesem dezidiert politischen Kunstprojekt ein klares Zeichen gegen den wachsenden Rechtsextremismus setzen und gerade junge Menschen dazu ermuntern, sich kritisch mit den millionenfach im Netz verbreiteten Hassreden auseinanderzusetzen. Die Komposition und das Video nutzt die künstlerische Form des Requiems als fiktives Szenario der Läuterung. Dabei nutzt das Werk ebenfalls die Freiheit der Kunst in vollem Umfang, lässt uns den unbändigen, immer wiederkehrenden Hass der Rede noch deutlicher spüren und konterkariert diesen unsäglichen Auftritt der Politikerin mit einem fiktiven Blick aus dem Jahr 2044 zurück.
Dass es eine schwierige Gratwanderung ist, ist allen Beteiligten bewusst. Joosten Ellée, Künstlerischer Leiter von PODIUM Esslingen: „Wir müssen alles versuchen, um unsere Demokratie zu verteidigen. Nur so wird es uns gelingen, dem Rechtsruck wirksam entgegenzutreten. Die Pluralität des Widerstands ist unsere Stärke.“
„Requiem für Alice“ ist das Ergebnis einer kreativen Vision von Elia Rediger (INT INT IRRIT), vollendet und produziert im Rahmen von „tuned – Netzwerk für zeitgenössische Klassik“. Gefördert durch „tuned – Netzwerk für zeitgenössische Klassik“ der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Presse:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/friedrichshafen/requiem-fuer-alice-100.html
Richtungsweisend: Radikale Trauermusik für AfD-Politikerin Weidel als effektiven Protest gegen Rechts
Ensemble of Podium Festival Esslingen
Elia Redigr
Benjamin Buchwald
Michael von zur Mühlen
Philippe Ruoff